NGC 669

NGC 669 | Triangulum

Die Galaxien, die man in Clustern beobachtet, sind wichtige Studienobjekte für die Modellbestimmung der Galaxienevolution. Dabei werden etwa die Zusammenhänge zwischen dem Typ, der Umgebung und der Zentrumsdistanz Dc untersucht. So kann man z.B. die Rotationskurven von Spiralgalaxien mit ihrer Dc korrelieren (Sperandio et al. 1995, AAS), wobei das Hauptptoblem darin besteht, dass diese Dc Werte einen Bias wegen des Projektionseffektes besitzen. Die Geschwindigkeitsprofile werden meist in Ha gewonnen, im Außenbereich wird durch einen „outer gradient“ (OG), der die Stagnation oder die Abflachung des Geschwindigkeitsprofiles beschreibt. Benutzt man nun für ein Sample mehrere Galaxien eines Clusters, wobei man Wechselwirkende Galaxien aussortiert, so kann man die Dc Problematik dadurch reduzieren, in dem man viele Cluster untersucht, um eine „Standardverteilung“ von Spiraltypen in Clustern zu ermitteln, die als Bezugspunkt dient (2000 Galaxien in 40 Clustern lieferten ein King-Profil mit einer Maximalgröße von 4Mpc).

C.Adami et al. (1999, AA) fanden heraus, dass bei der Betrachtung von Spiralgalaxien in Clustern kein allgemeiner Zusammenhang zur Zentrumsdistanz Dc besteht. Unterteilt man aber in frühe und späte S-Typen, so zeigen letztere große OG Werte bei zentrumsfernen Galaxien, frühe Typen zeigen homogene OGs. Eine Erklärung könnte sein, dass zentrumsnahe Mitglieder mit dem Verlust von baryonischer Materie auch ihr Halo aus Dunkler Materie einbüßen und sich damit ein kleiner OG Wert für Galaxien im Zentrum ergibt. In Abell0262 war NGC 669 ein Teil des Samples, sie misst 3’x0.5′ und steht als edge-on Sab Typ in der Aufnahme rechts oben. Auf der anderen, östlichen Seite steht dicht bei einem Mag8 Stern mit UGC1277 ein S0 Typ, der ein Staubband erkennen lässt.

NGC 6969 | Triangulum
Hypergraph 350/3010, STL-11000M, (Auschnitt, Norden oben, Osten links) L: 100min (1×1), mäßiges Seeing 2.3″..2.6″, Hochnebel Rimbach, 24.12.2006