C8 Modifikation

Nach der bereits durchgeführten Modifikation des C11s bestand meine Absicht, nach diesem Prinzip der Komareduktion durch das Vorversetzen der Schmidtplatte, ein SCT so zu modifizieren, dass der Seidelsche Fehlerterm B für die Koma zu Null reduziert wird.

Um die baulichen Aspekte der Tubusverlängerung handhabbar zu belassen, wählte ich ein C8, das zuvor vermessen wurde und in OSLO und Optalix bzgl. der optischen Theorie untersucht wurde. Die vergleichende Abbildung der Spots eines originalen C8 und der nicht-kompakten Modifikation zeigen einerseits die störende Koma im C8, die in den Außenbereichen weit über den beim SCT bestmöglichen axialen Spotsize von 20 Mikrometern liegt.

Bei der komafreien Modifikation liegen die Spotdurchmesser im hier gezeigten Fall mit einem maximalen Feldwinkel von 0.4° = 24′ bei einem Wert von 40 Mikrometern.

Die nachfolgenden Aufnahmen beschreiben die Modifikation im Detail. Neben der Versetzung der Schmidtplatte habe ich die Möglichkeit genutzt, das C8 in weiteren Aspekten zu verbessern. Zumal das Wetter in den letzten zwei Monaten ohnehin schlecht war und man so auch verregnete Wochenende nutzen konnte. Die angewandten Verbesserungen sind:

  • Einbringung von 5 Lüftungslöchern in der HS Zelle (40mm, Edelstahlgaze)
  • 12V Lüfter über dem Hauptspiegel
  • Auskleidung des Tubus‘ und der Blendrohres (Innenbereich und Ansatz)
  • Kollimation des SCTs mittels justierbarer FS-Spinnenposition und
    Verkippung des FS durch Rändelschrauben
  • Verminderung des HS-Shiftings durch Einbringung einer Feder zwischen HS-Zelle und HS.

Wer an der eigenen Durchführung dieses Umbau interessiert ist, kann sich gerne bei mir melden.
Dr. Michael König, Rimbach, 6.6.2006

C8 Modifikation Spot
C8 Modifikation NGC4350
Modifiziertes C8, f/10, ST10-XME L: 1*600sec, sehr dunstig, durchziehende Wolken
C8-D8 Dr. E. Georgii
Modifikation von Dr. Edmund Georgii.