Spektren von Energiesparlampen

Wie schon im Nachbarbeitrag beschrieben, eignen sich Energiesparlampen gut zur Kalibration von Spektralprofilen.

Bei diesen Lampen kennt jeder das etwas zögerliche Einschaltverhalten. Die Lampen brauchen einige Minuten, bis sie ihre Maximalhelligkeit erreicht haben und wir einen weißen Farbeindruck haben.

Bei den Lampenmodelle, die ich testen konnte, fiel mir auf, dass es zu Anfang eher ein rötliches Leuchten ist, das erst mit dem Hellerwerden zu einem Weißton wird.

Um dies einmal genauer zu untersuchen, habe ich mit meinem Spektrografen eine Reihenaufnahme erstellt. Dabei belichtete ich jedes Spektrum 2 Sekunden und führte dies über 3 Minuten fort. Durch den Download des Spektrums von der Kamera auf den PC ergab sich eine Abdeckung von ca. 5 Spektren pro Minute.

Setzt man die Spektralstreifen übereinander, so erkennt man, dass zuerst nur Linien im roten zu sehen sind. Diese gehen auf Europium-Linien zurück Nach ca. 1:30 min werden diese schwächer und die grüne und gelbe Linienschar wird prominent,

Das Spektralband ganz oben ist das finale Spektrum, das ich zur Kalibration benutzt habe. Stellt man statt der farbigen Spektralbänder die Spektralprofile dar, wird dieses Umkippen von Rot zu Grün/Orange deutlich. Zu beachten ist, dass die Funktionen hier automatisch skaliert werden. In Wirklichkeit sind die roten Linien weniger intensive als die grünen und gelben Emissionslinien.

In meiner Aiswertungssoftware BASSProject kann man mit den einzelnen Spektren auch eine Sequenz der Profile erstellen. Diesen Plot füge ich an – er entspricht im Prinzip dem Farbverlauf der oben gezeigten Bänder.

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